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Wendalinuskapelle

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Die heutige Wendalinuskapelle
(SZ-Mitarbeiter: Norbert Becker)
Saarfels. Bereits seit einigen Jahrhunderten besitzt das am Ufer der Saar und am Hang darüber gelegene Dorf Saarfels mit der altehrwürdigen St.-Barbara-Kapelle ein Gotteshaus, dem 1960 mit der Einsegnung der neuen, ebenfalls der heiligen Barbara geweihten Kirche ein weiteres folgte.
Über das Alter der Kapelle, Wahrzeichen und Kleinod des Ortes, liegen keine gesicherten Angaben vor. Für ein hohes Alter sprechen der eigenartige Baustil, wobei Dr. Benno König in seinem Buch „Kapellen im Saarland“ schreibt, dass der Turm der Romanik zugeordnet werden kann, was bedeuten würde, dass er zwischen 1000 und 1250 gebaut worden ist. Nachgewiesen sei aber, dass hier schon Mitte des 16. Jahrhunderts Mönche aus Mettlach Gottesdienste abhielten. Im Jahre 1742 war die Kapelle in einem so schlechten Zustand, dass die Gemeinde unter Androhung des Interdikts (Einstellung von gottesdienstlichen Handlungen als Kirchenstrafe) die Aufforderung erhielt, das Gotteshaus unverzüglich wieder herzurichten.
1838 erfolgte wieder eine Gesamtrenovierung der Kapelle, wobei der Turm einen mit Schiefer gedeckten Spitzhelm erhielt. 1928 wurde eine neue Mauer um die Kapelle gezogen, damit die vorbeiführende, zu schmal gewordene Straße verbreitert werden konnte. Im Juli 1937 erhielt der Pfarrer Braun vom Bischöflichen Generalvikariat Trier die Erlaubnis, das Allerheiligste von der Pfarrkirche Beckingen in die Filialkapelle Saarfels zu übertragen. Zu den im zweiten Weltkrieg in Saarfels stark beschädigten Gebäuden zählte auch die St. Barbarakapelle.
Dank der Opferbereitschaft der Bevölkerung konnte sie jedoch wieder instand gesetzt werden. Am 25. März 1953 wurde den Paters von St. Gangolf durch die Bischöfliche Behörde die Erlaubnis erteilt, an Sonn- und Feiertagen Gottesdienste in der St. Barbarakapelle zu halten, unter der Voraussetzung, dass Saarfels die ganzen Kosten trägt.
Ende der 1970er Jahre war die Kapelle wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen und wurde erst am 14.10.1979 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Vor drei Jahren war erneut eine Innenrenovierung notwendig. Jetzt stehen noch Arbeiten zur Sanierung der Stützmauern und Erneuerung des aufstehenden Geländers an. Anschließend ist vorgesehen, dass das Umfeld neu gestaltet und ein behindertengerechter Zugang angelegt werden. Zur Finanzierung soll das Konzert „St. Barbara trifft Christkind“ mit der Gruppe NoMen Saarfels, den Düppenweiler Bergsängern und Pastor Wolfgang Göbel am Freitag, 9. Dezember 2016, 18.30 Uhr, in der St. Barbara-Kapelle mit Türkollekte beitragen und so zum würdigen Erhalt dieses Einzeldenkmals beitragen.

Quelle: Textarchiv der Saarbrücker Zeitung
Erschienen:07.12.2016 / SZR / MZG_LOK / CLOK30_8
SZ-Mitarbeiter: Norbert Becker
Erfasser:ESELZER
Bilder: R.Stoffel
               
 
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