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Chronik Jugend-Saarfels

25 Jahre Zeltlager der Katholischen Jugend Saarfels

Die Katholische Jugend Saarfels veranstaltet seit nunmehr 25 Jahren zu Beginn der großen Ferien ein einwöchiges Zeltlager. Es erfreut sich immer noch großen Zuspruchs. Um die 80 Teilnehmer sind stets mit dabei. Es waren auch schon 105. Die Kinder von einst sind inzwischen selbst Eltern und schicken ihren Nachwuchs mit. Vater der Zeltlageridee ist Pater Hermann Esser, der jetzt 30 Jahre in der Pfarrfiliale Saarfels wirkt.
Er kam 1975 nach Saarfels, wo der damalige Beckinger Pfarrer Theo Stammer einen Nachfolger für Pater Geròme als Aushilfe für die Sonntagsgottesdienste in der Filiale Saarfels suchte. Pater Esser aus dem Oblatenkloster in Saarbrücken, der zudem 20 Jahre als Arbeiterpriester in zwei Metallwerken wirkte und dort den rauen Arbeitsalltag hautnah erlebte, hat es dann getan. Robert Werwie von der Pfarrverwaltung fragte dann nach kurzer Zeit, ob er nicht immer kommen könne. Der Pater, der immer noch in Saarbrücken wohnt, wollte bilden, was aber nicht ohne Bindung geht. Daher ist er hier geblieben und hat neben seinen Gottesdiensten eine enge Verbindung zu Saarfels. Es besteht ein gutes, beiderseitiges Verhältnis, das im Laufe der Jahre gewachsen ist. Nach den Worten von Gerfried Lauer als langjährigem Vertrauten und Leiter der Katholischen Jugend Saarfels hat er keine Kopfnicken gesucht, sondern wollte ehrliche Leute um sich herum. Nicht die Amtskirche, sondern der Dienst für den Menschen steht für Pater Esser an erster Stelle, denn eine Kirche, die nicht dient, diene zu nichts. Ganz besonders liegen ihm die Kranken und die Jugend am Herzen. Mit den Saarfelser Jugendlichen hatte er mit der Messdienerarbeit begonnen, ein Jugendzentrum ins Leben gerufen und Gruppenstunden eingeführt, die bestens besucht werden.
Im Jahre 1981 startete er dann zur Abwechselung das erste Zeltlager und es wurde zu einem großen und andauernden Erfolg. Begonnen wurde mit einem eigenen und weiteren geliehenen Zelten, ehe 12 Schlafzelte, 2 Spielzelte, 1 Leiterzelt, 1 Küchenzelt, 1 Materialzelt 1 Konferenzzelt und 1 Überdachung nebst weiterer Ausstattung beschafft wurden. Finanziert wird das Ganze durch Jugendfeste, Kreis und Land sowie private Spenden. In all den Jahren ist aber der Kostenbeitrag der Kinder mit 50 Mark, jetzt 25 Euro, geblieben. Jedes dritte teilnehmende Kind aus einer Familie ist frei. Die Eltern bringen die Kinder und holen sie wieder ab. Die Zeltlager finden immer zu Ferienbeginn von Sonntag bis Sonntag statt. Das Motto lautet: "Den Kindern Freude machen". So lässt man die 8- bis 16-jährigen Kinder gerne mal an der langen Leine laufen, denn obwohl schon die notwendige Ordnung herrscht, werden sie nicht gegängelt. Die Zeltlager wurden in etlichen schönen, idyllischen Orten der Eifel und im Hunsrück veranstaltet, wobei man stets den Kontakt zur dortigen Bevölkerung suchte, denn es wird immer schwieriger, einen Platz für ein solches Lager in Gottes freier Natur zu bekommen, der am Wasser liegt und so zur Beschäftigung der Kinder mit beiträgt. Gutes Essen und gutes Wetter sind das A & O. Es gab nicht nur Schönwetterzeltlager, sondern auch schon solche mit Regen, Hagel, Sturm und Gewitter. Hervorragend gekocht wird von den drei Lagermüttern. Für Kurzweil sorgen Schnitzeljagden, Nachtwanderungen, Tischtennis- und Fußballturniere, Malwettbewerbe, Lagerfeuer und Stadtbesichtigungen. Zudem ist höchste Aufmerksamkeit gegenüber den Fahnenklauern geboten. Der Höhepunkt ist jeweils der tolle Lagerzirkus mit Darbietungen aller Gruppen. Zwei Lagergottesdienste mit Gesprächen gehören ebenfalls zum Programm, das zwar von Anfang an steht, aber in Leiterrunden immer neu besprochen wird. Trotz Computerzeitalter sind die Kinder für die Zeltlager, bei denen es keinen Strom gibt, Radios und Handys nicht erlaubt sind, sehr begeistert. Sie zählen neben Weihnachten zu den Höhepunkten des Jahres. Pater Hermann Esser will daher weiter machen, so lange es möglich ist.

Bild & Text: Amtliches Bekanntmachungsblatt der Gemeinde Beckingen 28. Jahrgang 24.August2005 | N°34
 
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